USA-Wahl – die Quoten auf Trump und Biden

Die Wahl zum US-Präsidenten gilt als Mutter aller Politik-Wetten. Schließlich gilt das Staatsoberhaupt der USA als mächtigste Person der Welt. Durch das Zwei-Parteien-System sind auch sehr enge Rennen vorprogrammiert. Deswegen sind Wetten auf die USA-Wahl sehr beliebt. 2020 heißt das Rennen Donald Trump gegen Joe Biden. Wir sehen uns zunächst die Ausgangslage für die anstehende US Wahl an und vergleichen die Wettquoten großer Wettanbieter.

| Quoten Trump vs Biden | Weitere Quoten | US-Wahlsystem | Wahljahr 2020 |

Danach widmen wir uns noch den Eigenheiten des US-Wahlsystems und schauen uns auch ein wenig die Geschichte an.

 

Wer wird US-Präsident?

 

Buchmacher TRUMP BIDEN Bonus
2.00 1.83 bet365 Bonus
2.00 1.80 Bwin Bonus
2.00 1.85 bet-at-home Bonus
2.00 1.83 William Hill Bonus

Alle Quoten mit Stand 22. September, 12 Uhr. Wettquoten können sich jederzeit ändern. Es gelten die AGB des jeweiligen Buchmachers | 18+
 
Tipp: Im Feld „Bonus“ findest du einen Link zum jeweiligen Sportwetten Bonus.
 
In den meisten nationalen Umfragen liegt der demokratische Herausforder Joe Biden vorne – und das relativ klar. Einzelne Umfragen sehen den Ex-Vizepräsidenten (unter Barack Obama) sogar um über 10% voran. Diese Zahlen sind aber aus zwei Gründen trügerisch:

  • US-Wahlen werden nicht durch das nationale Wahlergebnis entschieden, sondern auf der Ebene der Bundesstaaten. Gewinnt Trump einige der Schlüsselstaaten, könnte er trotz insgesamt weniger Stimmen (das war ja auch 2016 der Fall) im Amt bleiben.
  • Umfragen liegen nicht immer richtig – diese leidvolle Erfahrung musste Hillary Clinton schon 2016 machen. Die Insitute werden bei ihren Methoden zwar sicher nachgefeilt haben, vollkommene Sicherheit bringt das aber nicht.

 

 
Deswegen kann man zwar sagen, dass Biden leichter Favorit ist. Die Quoten auf den nächsten US-Präsidenten liegen aber extrem eng beisammen. Zum Zeitpunkt unseres Quotenchecks hast du bei allen von uns genannten Bookies die Quote 2.0 auf Trump. Die höchsten Wettquoten auf Biden bei bet-at-home (1.85). Um ein besseres Gefühl für den Trend zu bekommen, haben wir die bet365 Quoten im zeitlichen Verlauf für dich:

 

Datum TRUMP BIDEN
22. September, 11 Uhr 2.00 1.83
14. September, 12 Uhr 1.95 1.85

Welche Partei holt sich den Sieg?

 

Buchmacher REPUBLIKANER DEMOKRATEN
2.00 1.76
1.95 1.75
-*
1.95 1.75

Alle Quoten mit Stand 22. September, 11 Uhr. Wettquoten können sich jederzeit ändern. Es gelten die AGB des jeweiligen Buchmachers | 18+
*Keine Quoten zum Zeitpunkt unseres letzten Checks
 
Die US Wahl Quoten ändern sich ein wenig, wenn nur nach der gewinnenden Partei gefragt wird. Es ist zwar mit nahezu 100%-iger Sicherheit davon auszugehen, dass Trump oder Biden die Wahl gewinnen. Bei vielen Wettanbietern kannst du aber auch auf weitere Kandidaten wetten – allen voran auf die Vizepräsidentschaftskandidaten Kamala Harris oder Mike Pence. Dadurch ergeben sich etwas andere Werte. Am allgemeinen Quoten-Trend (Demokraten leicht vor Repuboikanern bzw. Biden leicht vor Trump) ändert sich dadurch aber wenig.

 

 

Infos zum US-Wahlsystem

Wahlen in den USA funktionieren etwas anders als die meisten Wahlen in Europa. Der nächste Präsident (oder Präsidentin) wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern vom sogenannten Electoral Collage (Wahlmännergremium). Insgesamt gibt es zurzeit 538 Wahlmänner (so viele Personen wie in beiden Häusern des Kongresses sitzen + 3 für Washington DC). Das heißt: Jener Kandidat, der es schafft zumindest 270 Wahlmänner-Stimmen auf sich zu vereinen, gewinnt die Präsidentenwahl.
 

Wahlen in den USA
© Adobe Stock / Rawf8

 
Jeder Staat hat eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern. Je bevölkerungsreicher der Bundesstaat, desto mehr Wahlmänner. Aber da jedem Bundesstaat zumindest drei Wahlmänner zustehen, bevorzugt dieses System eher bevölkerungsarme Staaten. In 48 Staaten sowie in der Hauptstadt Washington DC gilt das „Winner Takes it all Prinzip“. Jener Kandidat der die relative Mehrheit an Stimmen in einem Bundesstaat holt, bekommt alle Wahlmännerstimmen aus diesem Bundesstaat. Ausnahmen bilden hier Maine und Nebraska (zwei staatsweite Wahlmänner + 1 Wahlmann für jeden sogenannten Wahlkreis des Repäsentantenhauses). Theoretisch können Wahlmänner auch anders abstimmen als die Wahlergebnisse das vorsehen (2016 gab es etwa 7 Abweichungen).

 

Swing States 2020

Da der Ausgang in zahlreichen Bundesstaaten als gesichert gilt (Kalifornien wird auch 2020 an die Demokraten gehen, Oklahoma fix an die GOP – um nur zwei Beispiele zu nennen), fokussieren sich die Kandidaten auf wenige sogenannte „Swing States“. Das sind jene Staaten die mal republikanisch, mal demokratisch wählen. Ob ein Staat als „Swing State“ gilt oder nicht, muss laufend evaluiert werden. Texas etwa gilt als tief republikanisch (seit 1980 immer den republikanischen Kandidaten gewählt), könnte aber in Zukunft ein Swing State werden. Folgende Staaten könnten sich 2020 als wahlentscheidend erweisen:

  • Florida (29 Wahlmänner)
  • Pennsylvania (20 Wahlmänner)
  • Ohio (18 Wahlmänner)
  • Georgia (16 Wahlmänner)
  • North Carolina (15 Wahlmänner)
  • Arizona (11 Wahlmänner)

Aber auch bei Iowa, Wisconsin, New Hampshire, Nevada, Minnesota, Michigan, Colorado und Texas (ja, Texas!) ist es durchaus im Rahmen des Möglichen, dass die Seiten gewechselt werden. Bis auf Colorado, Minnesaota und New Hampshire wählten übrigens alle hier genannten Staaten 2016 republikanisch. Die Demokraten können also 2020 einiges gutmachen. Bei USA Wahl Wetten kannst du übrigens bei vielen Wettanbietern auch auf Bundesstaat-Ebende wetten (Beispiele mit Wettquoten von Bet-at-home: 1.85 zu 1.85 zwischen Demokraten und Republikanern in Florida, 1.60 zu 2.20 für Demokraten in Arizona, 1.45 zu 2.50 für Republikaner in Ohio).
 

Wahljahr 2020 – was bisher geschah

US-Wahlen sind immer ein besonderes Event. Dieses Jahr überschlugen sich die Ereignisse aber. Das macht Wetten auf die US-Wahl 2020 zwar spannend, aber auch relativ unberechenbar. Hier die wichtigsten Ereignisse, die Einfluss auf die Wahl 2020 hatten bzw. haben werden.

  • Demokratische Vorwahlen: Das demokratische Kandidatenfeld war groß wie nie. Joe Biden ging zwar von Anfang an als Favorit ins Rennen, tat sich aber am Beginn schwer. Nach den ersten Vorwahl-Ergebnissen schienen ihm der linke Senator Bernie Sanders aber auch der junge Pete Buttigieg (ehemaliger Bürgermeister von South Bend, Indiana und wie Biden dem moderaten Lager zuzuordnen) die Favoritenrolle abzuluchsen. Mit dem Super-Tuesday schaffte Biden aber das Comeback und seine Konkurrenz gab der Reihe nach auf. Der 77-Jährige präsentiert sich als Kandidat der Mitte und soll von Trump abgeschreckte Republikaner/Independents/Nichtwähler anziehen. Gerade junge Demokraten sowie der linke Flügel der Partei ist allerdings alles andere als begeistert von Biden. Als „Running Mate“ wählte Biden die Juristin und Senatorin Kamala Harris. Sie könnte die erste „Woman of Color“ in diesem Amt werden.
  • Gesundheits-Krise: Die weltweit meisten Infizierten, die weltweit meisten Toten, hohe Arbeitslosigkeit, Einbruch der Wirtschaft. Die globale Gesundheits-Krise traf die USA voll. Kritiker Trumps werfen dem Präsidenten vor, das Virus laufend zu verharmlosen, nicht auf Experten und Expertinnen zu hören und dadurch die Situation zu verschlimmern. Viele Amerikaner sind mit dem Krisen-Management Trumps nicht zufrieden, außerdem spielt das Thema Gesundheitsversorgung eher den Demokraten in die Hände. Unbeantwortet bleibt zunächst die Frage, wie sich das Ganze auf den Ablauf der Wahl auswirken wird. Stichwort Briefwahl (Trump ist entschiedener Gegner).
  • Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt: Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizisten Ende Mai kam es zu landesweiten Protesten und Demonstrationen. Die Proteste überdauerten den ganzen Sommer und wurden durch weitere Fälle der Polizeigewalt befeuert. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Trump setzt hier klar auf das Thema „Law an Order“ während Biden versucht einen gemäßigteren Ton anzuschlagen.